Tipps & Tricks für Hochzeitsfotografen – So gelingt die Reportage

Hochzeitsfotografie Koblenz, Hochzeitsfotografie Wiesbaden

Eine Hochzeit ist ein (eigentlich) nicht wiederkehrendes Ereignis. Ein Lieblingstag. Der Tag ist einmalig und Fotos macht man, um sie zu zeigen oder um sie sich anzugucken und in Erinnerung an den Tag zu schwelgen, um Momente zu sehen, die man vielleicht gar nicht soo an dem Tag wahrgenommen hat.
Wenn ich meinen Lieblingsfilm (sagen wir eher Serie – ich bin ein Serienjunkie) schaue, spul ich nicht bis zur Mitte vor – ich guck ihn mir von Anfang bis Ende an… Ist ja schließlich meine Lieblingsserie.
Selbst bei meiner Lieblingsserie fallen mir immer wieder Details beim 3.,4.,5.,6….mal gucken auf, die ich zuvor nicht wahrgenommen habe… und dabei dachte ich, ich kenn die Serie schon auswendig. Je nachdem was für Momente das sind, krieg ich mich nicht mehr ein oder bekomme Gänsehaut, über so viel Detailverliebtheit von den Machern.
Was würde mir dann erst flöten gehen, wenn ich mir nur die besonderen Szenen anschaue? Viel zu viel. Deswegen ein Rat an Bräute, die gerade auf der Suche nach einem Fotografen sind: Lasst euch eine KOMPLETTE Hochzeitsreportage zeigen und nicht nur die Rosinen, die der Fotograf auf seiner Homepage hat und geizt nicht an der Buchungszeit des Fotografen.

 

Ihr selbst arbeitet mit so viel Liebe an eurer Hochzeit; doch sind wir mal ehrlich. Könnt ihr euch in 10 oder 15 Jahren noch ganz genau an den GENAUEN Farbton von eurer Tischdeko, die ihr mit dem Floristen oder an das makellos angerichtete Essen erinnern?

 

Das Essen ist lange verdaut, die Location werdet ihr in diesem Ausmaß nicht mehr so schnell buchen, die Blumen verwelken wenige Tage nach der Hochzeit, auch das Brautkleid werdet ihr so schnell nicht mehr anziehen. Was bleibt ist eure Liebe und die Ringe. Und die Fotos natürlich.

 


Möchtet Ihr als Brautpaar in spe 1-2 Stunden einen Fotografen buchen, kann man auch schöne Paar- oder Gruppenbilder machen, keine Frage. Aber es sind doch die einzelnen Momente zwischen dem Geschehen, die man dann fotografisch verpasst.

 

Und deswegen ein weiterer Tipp an meine Kollegen: Vergesst nicht zwischen den Momenten zu fotografieren und verliert eure Detailverliebtheit im Druck und Stress der Hochzeit nicht. Nehmt fotografisch ALLES mit, was ihr erwischen könnt; bei einer Reportage geht es gerade darum, die ganze Geschichte zu erzählen und nicht nur die Highlights.

 

Was ich damit sagen möchte: Meine Lieblingsserie wäre heute wohl nicht meine Lieblingsserie, wenn sie nicht diese Details hätte oder ich diese nicht wahrnehmen könnte, weil ich mir nur die wichtigen Szenen anschaue.

 


Und eure Hochzeitsreportage wird auch erst dann vollkommen sein, wenn nicht nur das Hauptgeschehen, sondern auch die kleinen Momente mindestens genauso groß in Szene gesetzt werden.